Lernzettel Guide! oder: Die beste Lernmethode

Ein Blick auf den Kalendar - schon Februar? Das bedeutet Vorabi. Und Vorabi bedeutet, dass die Abiturprüfungen auch bedrohlich näher kommen... Damit ist das angesagt, was wir alle zu verdrängen versuchen: Zwei Jahre voller Schulstoff wiederholen, in die Birne quetschen, um dann während der zwei-wöchigen Prüfungsphase abliefern zu können.
Ein Blick in meine zwei Jahre alten Hefter sagt mir, dass ich mit dem Material aus der Schule zwar viele Informationen zur Verfügung habe, mit denen aber schlecht lernen kann. Ein Batzen lose Zettel, minder gut sortiert, mit den feinsten Details, die schlichtweg nicht klausurrelevant sind.
Erste Maßnahme fürs Abi lautet also: Lernzettel schreiben.
Und wisst ihr was? Ich vergöttere Lernzettel. Das mag nerdig klingen, aber wenn es denn schon so etwas simples, aber so effektives auf dieser Welt gibt, wieso sollte es dann nicht auch etwas vom Rampenlicht abbekommen? Alle, die meine Sicht absolut nicht teilen, haben noch nie eine vernünftigen Lernzettel aus Papier gebracht. Für Leute wie euch habe ich diesen kleinen, aber feinen, kurzen und knappen Lernzettel Guide geschrieben.

Schritt 1: Her mit den Quellen! Bevor du drauflosschreibst, musst du dir sicher sein, dass dein Lernzettel alle wichtigen und wahren Informationen enthält. Um das sicherzustellen, solltest du neben dem Schulmaterial auch Bücher wie Abitrainer oder Lektüreschlüssel zu Rate ziehen. Das Internet kann auch oft weiterhelfen. Suche dir die Seiten zu dem Thema aus und gehe erst alle Quellen sorgfältig durch, bevor du irgendetwas anderes tust.

Schritt 2: Entwurf: Das wichtigste schreibst du dann auf ein Entwurfpapier stichpunktartig raus. Wichtige Fakten erkennst du daran, dass sie in den meisten Quellen vorkommen.

3. Struktur: Finde Unterthemen und ordne deine Stichpunkte auf dem Entwurfpapier danach. Dazu kannst du beispielsweise vier verschiedene Farben nehmen und damit die jeweiligen Stichpunkte markieren. Überlege dir dann welche Struktur für dieses Thema sinnvoll wäre - welches Unterthema lohnt es sich als erstes aufzuführen, weil die anderen darauf aufbauen? Die Struktur solltest du ebenfalls einmal auf Papier festhalten, um sicher zu gehen, dass du damit zufrieden bist.

4. Format: Bei einigen Unterrichtsthemen ist das Auflisten der wichtigsten Fakten am sinnvollsten; manchmal bietet sich ein anderes Format aber viel besser an. Wie wäre es mit einer Tabelle? Einer Mindmap? Oder doch einem Schaubild? Schaubilder und Diagramme lassen sich gut ausschneiden oder aus dem Internet ausdrucken und aufkleben, wenn du nicht die geborene Zeichnerin bist. Wichtig ist, dass du das Format wählst, welches am besten zu dem Thema passt und dir den besten Überblick darüber verschafft.

5. Loslegen!: Nach vier Schritten Vorbereitung geht es endlich ans Eigentliche: Lernzettel erstellen. Nach der logischen Reihenfolge, die du dir vorher überlegt hast, arbeitest du die Unterthemen ab. Habe keine Angst davor zu viel oder zu wenig zu schreiben - beim Lernen handelt es sich um eine individuelle Angelegenheit. Versuche immer im Hinterkopf zu haben, dass du den Stoff verinnerlichen musst - beim Lesen deiner Lernzettel sollte also das Gefühl entstehen, dass du dir das Thema selbst erklärst. Begriffe oder Aufgaben, mit denen du immer Schwierigkeiten hast, kannst du weiter ausführen; Themen, die dir leicht fallen, dagegen kürzer fassen.

6. Die Gestaltung zählt: Unterschätze nie die Macht von schönen Dingen! Ist dein Lernzettel stilvoll gestaltet, übersichtlich und abwechslungsreich, dann wird dir das Lernen nicht ganz so schwer fallen. Beim Erstellen geht es so nicht nur darum, die wichtigsten Punkte auf ein Blatt zu kritzeln, sondern etwas aus dem langweiligen Unterrichtsstoff zu machen, was man sogar als schön bezeichnen kann. Dadurch, dass du dir über Struktur und Verbildlichung Gedanken machst, verinnerlichst du den Unterrichtsstoff automatisch, da du dich vielseitig damit beschäftigst. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass oftmals das Lernzettel-Schreiben als Klausurvorbereitung ausreicht. Die Beschäftigung mit dem Thema ist so intensiv, dass der Stoff erstmal für einige Tage im Kopf bleibt. Ein schnelles Durchlesen am Tag vor der Klausur reicht dann meist auch, um sehr gut vorbereitet zu sein.
 Diese Bilder sind allesamt von Tumblr Blogs. Es gibt keine Soziale Plattform, auf welcher so viele Beiträge zu dem Lernen für Schule/ Uni verkehren, und wenn ihr mich fragt, dann erinnern einige dieser Lernzettel an Kunst. Als ich zum ersten Mal auf #studyinspo gestoßen bin, hat das Lernen für mich eine ganz neue Dimension bekommen. Auch wenn Lernen immernoch nicht auf die Liste der spaßigen Aktivitäten steht...
 
... stellt diese Art zu Lernen das kleinere Übel dar. Und seien wir mal ehrlich? Wer hat nach solchen Lernzettel-Kreationen nicht wenigstens einen Anerkennenden Schulterklopfer an sich selber verdient? Wie lernt ihr? Was haltet ihr von dieser Art zu lernen? Ist euch die Gestaltung und das Aussehen eurer Materialien wichtig oder zählt nur der Inhalt? xxx, Ana
Kommentare on "Lernzettel Guide! oder: Die beste Lernmethode"
  1. Hey! :-)
    Die Lernzettel sehen teilweise wirklich wie Meisterwerke aus.
    Ich mache mir auch öfter Lernzettel oder Karteikarten, jedoch nicht so hübsche. Durch das aufschreiben, kann ich mir das gleich etwas besser merken.

    Liebe Grüße,

    Sunny

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Jaaaa
      Genau - so ein Lerntyp bin ich nämlich auch ;)

      Löschen
  2. Okay, so schön sehen meine Lernzettel leider nie aus :D
    Ich hab mir beim Abi damals hauptsächlich welche für Geschichte gemacht. Da bin ich einfach unser Buch Kapitel für Kapitel durchgegangen und hab die wichtigsten Sachen schön ordentlich und mit verschiedenen farblichen Hervorhebungen rausgeschrieben. Hat super geklappt :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja gut, diese da oben sind auch die creme de la creme, die ich finden konnte :D

      Löschen
  3. Hey! (:
    Bei mir sieht das leider nie so ordentlich aus, aber vielleicht probiere ich es das nächste Mal aus meine Zettel etwas kreativer und bunter zu gestalten.
    Danke für die tollen Tipps! ^.^
    Alles Liebe,
    Jasi ♥

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja wieso nicht?
      Ich bin auch erst auf die Idee gekommen da ein paar Schleifchen hier und da zu zeichnen, als ich auf diese Bilder gestoßen bin.

      Bitte, mach ich doch gerne ;)

      Löschen
  4. Hey :D,

    ich liebe Lernzettel! Besonder, bei Leherern, welche es einfach nicht gebacken bekommen einen strukturierten Unterricht zu halten.

    Die Lernzettel sehen aber auch wirklich sehr schön aus :D Da kann ich mir für mein Abi jetzt genug Inspirationen suchen ^^

    Allgemein wollte ich noch anmerken, dass ich deinen Blog vor wenigen Tagen entdeckt habe und er mir wirklich sehr sehr gut gefällt und du deine Post, meiner Meinung nach, immer wirklich sehr schön gestaltest :D

    Liebe Grüße
    Anna

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Genau! - und von diesen Lehrern gibt es soooo viele. Oder wenn in den Abiturvorgaben andere Dinge stehen, als die, die man im Unterricht besprochen hat.

      Uii danke! Das freut mich sehr *-*

      Löschen
  5. Hey Ana :)

    ich bin eigentlich eher so der Karteikartenmensch, aber jetzt will ich auch unbedingt Lernzettel erstellen. Gaaaaaanz viele :D Perfekt, dass bald die Prüfungszeit beginnt, da werde ich das mal ausprobieren :) Danke!

    Liebe Grüße,
    Tati

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Karteikarten sind auch ganz gut, aber mich nervt immer, dass ich für jedes Thema nur begrenzt Platz zur Verfügung habe. Manchmal bleibt noch viel übrig, und andere Male reicht die Karteikarte hinten und vorne nicht!
      Hihi freut mich dass ich dich anstecken konnte - klingt ja jetzt so als würdest du dich auf die Prüfungszeit freust ;)

      xx Ana

      Löschen
  6. Seit diesem Schuljahr erstelle ich mir Lernzettel vor Klausuren zu Fächer, bei denen ich das auch wirklich brauche. In Geschichte mache ich das sehr gerne, aber ich versuche mündlich dann immer Sätze zu formulieren, weil ich bei Klausuren sonst da stecken bleibe.

    Liebe Grüße
    May

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja mit Geschichte habe ich auch angefangen - da muss man auch ordentlich was auswendig lernen!
      Klar, würde auch auf jeden Fall ab und zu mal Analysen ausschreiben - Lernzettel sind ja eher dafür da den inhaltlichen Stoff zu lernen, nicht die Methode ;)

      Löschen
  7. AAAAHHH mehr solcher Posts, bitte bitte! ♥
    In letzter Zeit liebe ich Blogs oder Kanäle, die sich mit dem Thema Lernen beschäftigen. Um mein Ziel zu erreichen muss ich viel tun und Anregungen zum Lernen motivieren mich unheimlich. Organisation und schöne Gestaltungen machen einem sogar irgendwie ein bisschen Lust darauf :D
    Ich erstelle mir auch immer Lernzettel und finde auch, dass sie das Wichtigste Hilfsmittel bei Lernen sind. Klar muss man in Mathe oder Physik auch mal ein paar Formeln rechnen, aber ansonsten schreibe ich mir ein paar Tage vorher Lernzettel und nehme sie überall mit hin.
    Lernpläne sind ja auch nochmal ein bisschen anders und damit versuche ich seit diesem Jahr umzugehen. Ich hoffe, dass sich das System noch ein bisschen bei mir einpendelt mit der Zeit. Für meinen Blog habe ich auch schon ein paar Ideen zu dem Thema, denn wie gesagt interessiert es mich in letzter Zeit unheimlich!
    Falls du übrigens ein paar Tipps für Blogs oder so hast, immer her damit :D

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, wenn man eh schon Lernen muss, dann kann man das Thema auch kultivieren! Seh ich genauso :-*
      Würde gerne mehr darüber schreiben, aber bin da echt nicht so ein Crack wie manche andere, deshalb gehen mir da auch die Ideen aus ;)
      Aber bin gespannt, was du so zu dem Thema schreibst!

      Löschen