5 Bücher für Heulsusen

Das Leben ist in allen Bereichen ein heikler Seiltanz. Ziel ist die perfekte Balance, eine Ausgewogenheit, bei der weniger manchmal mehr ist und besser zu viel als zu wenig nicht gilt. So wünscht man sich nach vielen kalten Tagen ein wenig Sonne und nach Wochen brütender Hitze ein paar Regentropfen; zu Hause packt einen das Fernweh; in der Fremde leidet man an Heimweh. Das Leseverhalten zeigt da keine Ausnahme. Niemand liest nur ein Genre straight, sondern probiert hier und da etwas rum und sucht nach dem Buch, was jetzt gerade in diesem Moment der Seele gut tun würde. Oftmals sind das fröhliche, lockere Contemporary Schmöker, die gute Laune zaubern und die Sorgen des Alltags in rosaroten Wolken ersticken. Doch vor allem jetzt wo der Sommer sich dem Ende neigt und sich die regnerischen Tage anhäufen, will man sich ab und zu in der Stille und Melancholie eines traurigen, schweren Buches suhlen - zumindest kann ich das von mir behaupten. Als waschechte Heulsuse fließt bei dem ein oder anderen Buch auch mal ein Tränchen, was ich in 90% der Fälle als gutes Zeichen deute. Diese Romane können es halt einfach! Und befreit fühlt man sich danach auch...

"Die Tribute von Panem" von Suzanne Collins: Beginnen wir mit einem Klassiker, für den selbst die harten Brocken unter euch sicher schlucken mussten. In "Flammender Zorn" passiert so viel in so wenigen dahinfliegenden Seiten, dass ich am Ende zugegebenermaßen schon etwas sauer auf Frau Collins war. Was Game of Thrones heute perfektioniert, hat sie vorgemacht und einfach geliebte Charaktere in wenigen Sätzen auf den Friedhof der fiktiven Personen befördert. Dennoch eine Must-Read-Trilogie, die ich sofort noch einmal lesen würde - trotz (oder gerade wegen) des prägenden Abschlusses.

"Clockwork Prince" von Cassandra Clare: Cassandra Clare, sag mir, wieso vergreifst du dich nur so geschickt an dem Liebesdreieck der Hölle? Wenn es nach mir ginge, dann sollten Jem und Will einfach zusammenkommen und sich das Leid ersparen. Ich wurde dieser Gefühlsachterbahn leider mit vollster Wucht im epischen Ende von Clockwork Prince UND dem gesamtem "Clockwork Princess" ausgesetzt... und bin mit dem Epilog immer noch nicht zufrieden.

"Vergiss den Sommer nicht" von Morgan Matson: In diesem Jugendbuch geht es in erster Linie um die Familie und der kostbaren Zeit, die man mit ihr verbringen sollte. Die Charaktere sind waschechte Persönlichkeiten und mit einer Authentizität gezeichnet, die allein schon für Rührung sorgt. Wenn ihr auf der Suche nach etwas Summertime Sadness seid, dann guckt bei Morgan Matsons Romanen. Ich wette mit euch, ihr werdet fündig.

"Flamingos im Schnee" von Wendy Wunder: Ich erinnere mich noch, dass dieser Roman auf den "Das Schicksal ist ein mieser Verräter"-Zug aufspringen wollte, weil auch hier Krebs bei Jugendlichen thematisiert wird. Viele haben kritisiert, dass "Flamingos im Schnee" dem John Green Klassiker nicht das Wasser reichen konnte. Ich für meinen Teil finde das Wendy Wunder einen Krebsroman aufs Papier gebracht hat, der TFIOS um Welten überragt. Falls ihr euch mit Greens Romanen auch nicht anfreunden könnt, dann probiert diesen Roman - vielleicht überzeugt er euch genauso wie mich.

"Die Wilden Hühner und das Leben" von Cornelia Funke Thomas Schmid: Achtung, Achtung!: Dieses Kinderbuch hat mich zwar zum Weinen gebracht, aber weiterempfehlen kann ich es trotzdem nicht mit einer Faser meines gesamten Körpers. Nachdem Cornelia Funke die Geschichte rund um die Hühner und die Pygmäen in einem fünfteiligen Werk der absoluten Perfektion erzählt hat, mischt sich ein gewisser Thomas Schmid ein und kurbelt einfach daran rum. In "Die Wilden Hühner und das Leben" wird das offengelassene Happy End des Vorbandes absolut misshandelt und zu etwas verwandelt, was verboten werden muss. Versaut euch nicht eure Hühnerzeit und nehmt euch vor  "Die Wilden Hühner und das Leben" (sowohl Film als auch Buch) in Acht.
Wie erging es euch bei den genannten Büchern? Welche Romane haben euch so 
richtig weinen lassen? Lest ihr auch gerne solche Romane oder mögt ihr 
es nicht, wenn Bücher euch eure gute Laune versauen? xxx, Ana 
Kommentare on "5 Bücher für Heulsusen"
  1. Den Epilog von "Clockwork Princess" hätte ich auch absolut nicht gebraucht. Ich habe am Ende geheult wie ein Schlosshund. Ich fand das Buch sowieso ziemlich emotional und musste nicht nur einmal zum Taschentuch greifen :D

    Liebe Grüße
    Chianti

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    1. Ich auch! Und das nicht nur auf Will, Jem und Tessa bezogen, sondern vor allem auf die Lightwood Brothers. Hach ich liebe Gideon und Gabriel - auch wenn sie erst unsympathisch sind.
      Der Epilog war echt unnötig - zu viel Dreiecksbeziehung muss einfach nicht sein... :D

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  2. Ich habe von diesen fünf Büchern bisher nur die wilden Hühner gelesen. Zum weinen gebracht hat es mich allerdings nicht. Ich fand es aber auch nicht so toll. Kaputt gemacht hat es mir zwar nichts, aber vielleicht liegt das auch daran dass 8 bis 10 Jahre vergangen sind, seitdem ich Band 5 gelesen habe und diesen Teil habe ich erst vor kurzem gelesen :D

    Mich haben Delirium, Über uns der Himmel, Die Bestimmung - die letzte Entscheidung, Die Sache mit Callie & Kayden und Weil ich Layken liebe zum weinen gebracht.

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    1. Bei mir waren es Wutstränen und ich war 11 oder so :D Oh ja okay wobei ich heute auch ziemlich sauer wäre, wenn ich es jetzt lesen würde.
      Delirium mochte ich auch :) Die Bestimmung 3 ... achja, ich glaube da hab ich auch die eine oder andere Träne vergossen - so ein gemeiner Abschluss! :(

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  3. Ich war bei Clockwork Princess auch in Tränen aufgelöst :'D Genau wie bei den Tributen von Panem.
    Ganz besonders schlimm war für mich auch noch "Bevor ich sterbe" - kennst du das? Schlimm. Ich hab selten so sehr geweint.
    Alles Liebe, Bella

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    1. Neee kenn ich nicht, aber ich weiß worum es geht & deshalb lass ich lieber die Finger davon - vielleicht wenn ich mal ein wenig Dampf übers Weinen auslassen will... :D

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  4. Hey Ana!

    Beim letzten Teil von "Die Tribute von Panem" habe ich auch richtig geheult, weil eine meiner Lieblingspersonen gestorben ist. Mit dem Buch insgesamt war ich absolut nicht zufrieden.

    Bei "Clockwork Angel" habe ich während des kompletten letzten Kapitels und des Epiloges so geheult, dass ich vor lauter Tränen kaum lesen konnte :D - erst weil ich das Ende so schön fand, dann weil ich während des Epiloges so einen Frust gespürt habe. Den hätte ich auch absolut nicht gebraucht! Ich habe noch NIE bei einem Buch so geheult wie bei "Clockwork Princess".

    TFIOS mochte ich zwar, hat mich emotional aber einfach nicht sooo mitgenommen. Im Gegensatz dazu habe ich dann im Kino den ganzen Film über abwechselnd durchgelacht und -geweint. :D

    Wo ich auch noch geheult habe, war beim dritten Teil von "Plötzlich Fee". Das Buch hat mir auch eine Achterbahn der Gefühle beschert.

    Liebe Grüße,
    Lena :)

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    1. Hey Lena! :) Ich glaube wir meinen bei Panem dieselbe Person ;)
      Clockwork Princess ist bei mir auch ganz oben mit dabei, wobei ich bei Clockwork Prince etwas mehr abgegangen bin, was das Weinen angeht :D
      Neeee mich auch nicht, ich mag John Greens Bücher ja nicht so gerne. Der Film dagegen war super - die Stelle wo das Telefon in der Nacht klingelt und Hazel genau weiß, wieso ... da hab ich das Kino zusammengeheult.

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    2. Liebe Ana!

      Bin mir nicht sicher, ob wir bei Panem wirklich dieselbe Person meinen... :D Ist deine Person denn männlich oder weiblich?^^

      Übrigens lese ich deinen Blog schon seeeehr lange, obwohl ich erst seit letztem Monat einen eigenen Blog habe. Deine Tounaments sind echt cool und ich habe auch immer fleißig mit abgestimmt. :)
      Sorry, dass das unter dem Beitrag hier etwas OT ist. :D

      Mach auf jeden Fall noch lange weiter, dein Blog ist sooo toll! ♥

      Wünsche dir ein schönes Wochenende!
      Lena

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  5. Hey.
    bei Vergiss den Sommer nicht hab ich auch geheult, so traurig und doch eine schöne Geschichte.
    Die Schattenjäger-Chroniken muss ich mal dringend anfangen zu lesen, oder besser mir mal den ersten Teil zu legen. :D
    Bei Panem habe ich nur wegen einer Persone ein paar Tränen vergoßen und was ich generell von dem Ende halten soll, weiß ich bis heute nicht so ganz. :D
    Geheult habe ich auch bei Love Letters To The Dead und bei Hope Forever.
    Übrigens ein sehr schöner Post. :)
    Lg Callie

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    1. Klaro, Cassandra Clare ist immer eine gute Wahl! Mhhh ich finde Panems Ende ziemlich gut, weil es eben zeigt dass eine Revolution nie ein "richtiges" Happy End ist wegen den unzähligen Verlusten..

      Danke :)

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  6. Huhu :)
    Ich muss ja zugeben, dass ich doch recht oft bei Büchern weine. Der dritte Teil von Panem war da aber tatsächlich eins der ersten. Und obwohl TID eine meiner Lieblingsreihen ist, habe ich da auch nur einmal im letzten Teil geweint. Dafür aber bei "Hopeless", "Into the Deep" und "Out of the Shallow" und natürlich "TFIOS".
    "Second Chance Summer" möchte ich diesen Monat auch noch lesen. Ich habe es aber aus diesem Grund noch die ganze Zeit ein bisschen vor mir hergezogen.

    Alles Liebe ♥

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    1. Hihi willkommen im Heulsusenclub :D
      Ja, kann ich verstehen, aber da kommst du nicht drumrum. Ich kann dir empfehlen, es im Spätsommer noch zu lesen, das sit einfach die perfekte Jahreszeit für das Buch!

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  7. Ohh ja, bei der Clockwork Reihe ging es mir ganz genauso! Ich saß beim Ende von Clockwork Princess (bzw. bei der Stelle, an der Will stirbt) um vier Uhr nachts heulend im Bett und hab mich nicht mehr eingekriegt :D Allerdings hat der Epilog das dann alles wieder ein bisschen verdorben - der ging gar nicht!

    Und Tribute von Panem war ja sowieso grausam!
    Richtig geheult hab ich auch noch bei der "The Seven Realms" Reihe, aber eher, weil das Ende und die komplette Serie so perfekt war :D

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    1. JA gibt es eig eine einzige Person, die den Epilog von CP2 gut fand???
      Oh die Reihe kenn ich noch gar nicht - muss ich mir mal angucken!!

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