Wir sind, was wir regelmäßig tun! - Wieso Gewohnheiten so entscheidend sind

Ihr kennt es vielleicht - da hat man mal wieder zum Nutella-Glas gegriffen, bis 3 Uhr morgens Vlogs geschaut, aus Faulheit vergessen sich einzucremen und einfach den Wecker überschlafen. Haben wir einmal die Bequemlichkeit in einem Szenario entdeckt, dann wird es schneller zur täglichen Routine, als uns lieb ist. Dabei sind es meistens die Situationen, die uns nur für den Moment zufriedenstellen - nachhaltig also ein Desaster. Wir sind zu müde, nicht produktiv und drucken uns selbst ein dickes FAULHEIT auf die Stirn (was ich zur Erleichterung zu sagen habe, ist, dass dieser Aufdruck in den meisten Fällen für alle anderen unsichtbar ist). Dennoch, mir ist mein Selbstbild sehr wichtig und ich will zu den Leuten gehören, die sich zu der Person entwickeln, die ich auch von ganzem Herzen sein möchte. Also - was tun? Die uralte Idee mit den Vorsätzen klappt ja meistens nicht! Aber wieso? Schließlich sind Ziele doch ein Ansporn, oder etwa nicht? Doch, doch. Ich sag euch woran es hapert, wenn wir plötzlich genau gegen unsere Vorsätze handeln. Die (schlechten) Gewohnheiten sind's!

Wenn wir etwas in unserem Leben ändern wollen, weil es sich negativ auf uns auswirkt, dann ist die Ursache meist eine schlechte Angewohnheit - schlechte Routine, viel Ablenkung, wenig Struktur, schlechtes Essverhalten. Ein Vorsatz benennt dann meist die Endsituation NACHDEM wir die schlechten Gewohnheiten durch neue, bessere ersetzt haben. Was wir allerdings vergessen ist, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist. Ihr könnt euch noch so gern wünschen sportlich auszusehen - es wird euch trotzdem schwer fallen jeden um 6 aufzustehen und eine Runde zu laufen. Quält ihr euch allerdings (egal wie mies ihr euch fühlt) eine Woche lang täglich zu dem Lauf, dann fällt es euch an Tag 8 nicht mehr so schwer. Ein halbes Jahr später wisst ihr gar nicht mehr, was ihr sonst in der Zeit von 6 bis halb 7 so getan habt.

Merkt euch deshalb eins: Habt ihr Vorsätze, dann seid ihr schon einmal näher an eurem Ziel, als die Leute, die gar keine Vorsätze haben. Setzt ihr aber eure Vorsätze nicht gezielt um, dann seid ihr unglücklicher als die, die ihr Potential noch nicht entdeckt haben. Fokussiert euch auf den Weg. Vergesst nie, dass ihr euch Verhaltensweisen angewöhnt habt und jetzt etwas umstellt. Es ist hart, aber es wird definitiv leichter (Der Mensch ist ein Gewohnheitstier!). Auch wenn ihr dann mal zum Nutellabrot greift, morgens jedoch Haferflocken mit Obst und Mittags Ofenkartoffeln mit einem Monstersalat gegessen, dann habt ihr eine gute Entscheidung mehr als eine schlechte getroffen! Vielleicht steht es dann am nächsten Tag 3:0 für das Neue in eurem Leben.
kleiner Sneak Peak für meine Rezension zu "The Body Book" von Cameron Diaz
Nur damit wir uns nicht falsch verstehen... Dass mich diese Sache so sehr beschäftigt, hat viel damit zu tun, dass ich mit einigen meiner Angewohnheiten sehr unzufrieden bin. Ich bin work in progress... und werde es auch immer sein. Wir sind alle Menschen - wir machen Fehler, aber haben die Fähigkeit sie zu erkennen... und daran zu arbeiten. Zur Inspration...
...gute Gewohnheiten, die Teil MEINES Lebens werden sollen:
10:30 is bedtime!: Gegen 10 Uhr soll es losgehen mit Pyjama an, Zähne putzen, Tasche packen und langsam ins Bett kuscheln. Meist schaue ich dann noch Vlogs oder lese. Die Gewohnheit kann ich beispielsweise nicht missen. Aber bin ich um 22:30 Uhr im Bett und gönne mir dann trotzdem meine 30 Minuten Vlogsucht, dann krieg ich immernoch meine 8 Stunden Schlaf (Vorsatz ist also "genügend Schlaf).

Morgens aufgehen wie eine Blume!: Der Morgen macht den Tag - so ist das zumindest bei mir. Bevor ich mich mit so einer Fresse auf meine Haferflocken schmeiße und schlinge wie nach einer grausamen Trennung, soll mein Tag immer mit einem halben Liter Wasser beginnen. Bevor ich überhaupt aus dem Bett steige, gebe ich meinem Körper das, was er wirklich morgens braucht. Ich weiß, dass ich meine Entscheidungen danach achtsamer fällen werde.

Nach dem Frühstück Zeit zum Planen einplanen: Mit hungrigem Magen lassen sich keine Entscheidungen treffen. Deshalb will ich für mein Frühstück rund 30 Minuten einplanen, in denen ich getrost alles vorbereiten, essen und danach eine To-Do-Liste schreiben, der Social Media Sucht nachgehen und mein Mittag- und Abendessen planen kann. So verhindere ich dann Abends mit Nutella Toast auf dem Sofa zu landen.

Einmal täglich Schwitzen!: Ich liebe Sport! Nur leider weiß ich das manchmal erst wenn ich die erste halbe Stunde überstanden habe. Ich bin auch jemand der Sport jeden Tag braucht. Dann bin ich nachdenklicher und glücklicher. Genauso wichtig ist mir auch mich im Anschluss 15 min lang zu dehnen und dabei zufrieden festzustellen, dass ich meine tägliche Schwitzdosis grade erfüllt habe. Immer stolz auf sich sein!

Nicht Snacken!: Ich habe viel über Snacks gelesen - und ich glaube, dass es für viele Menschen eine gute Ernährungsweise ist. Für mich ist es eine absolute Falle, denn ich tendiere dann dazu DURCHGEHEND zu essen. Da koche ich mir lieber dreimal am Tag einen großen, bunten Teller, als bei jeder Tätigkeit etwas zu snacken.

Salate for the win!: Sowohl zu meinem Mittags- als auch zu meinem Abendgericht will ich eine Salat dazu essen. Nicht einzig und allein, sondern als Ergänzung. Wenn ich mich daran halte, dann bin ich "gesund" satt - das bedeutet weder überfressen (und müde!), noch mit einem Wahnsinnsappetit ausgestattet. Sondern glücklich und zufrieden satt und bereit für den nächsten Abschnitt des Tages.

Täglich Nachrichten schauen: Mode, Literatur und Beauty sind zwar ganz schöne Themen, aber vergesst nie euch auch politisch zu bilden. Ich lese nicht den Wirtschaftsteil der Zeitung und hab auch keine Politikblogs in meiner Blogroll, aber einmal täglich eine halbe Stunde die Tagesschau genießen, wird keinem schaden. Momentan denke ich zwar, dass ich nie im Leben Zeit dafür finden werde, aber ich weiß, dass es von ganz alleine kommen wird, sobald ich es zur Gewohnheit gemacht habe. 

Vier Posts pro Woche: Grade habe ich meine Gedanken glücklicherweise nur beim Bloggen, aber ich weiß, dass es nach den Sommerferien wieder auf einen Post die Woche zurückfallen wird, wenn ich nichts dagegen tue. Daher will ich mehr planen und dabei auf meine gewünschten vier Posts kommen - drückt mir die Daumen, dass sich diese Gewohnheit auch noch integrieren lässt.
Was sind eure schlechte Gewohnheiten? Oder noch besser: Was sind eure guten Gewohnheiten? Und welche guten Gewohnheiten sollen in Zukunft dazu kommen? Was sind eure Erfahrungen mit Umstellungen? Habt ihr Tipps? xxx, Ana
Kommentare on "Wir sind, was wir regelmäßig tun! - Wieso Gewohnheiten so entscheidend sind"
  1. Huhu :)
    Ein toller Beitrag und ähm ja ich merke ich habe viel zu viele schlechte Angewohnheiten.
    Ich versuche mir mal deine Worte zu Herzen zu nehmen. Sport brauche ich zwar nicht täglich, aber 3x die Woche zum reiten ist bei mir immer drin.
    Ansonsten möchte ich meine Essgewohnheiten umstellen und morgens etwas gesundes verschlingen :D
    Nur eine Frage: einen halben Liter Wasser vor dem aufstehen :o für mich schwer vorstellbar, aber ich kann ja erstmal mit einem Glas beginnen. Hilft es wirklich frischer in den Tag zu starten? :)

    Liebe Grüße und eine schönes Wochenende,
    Jana

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  2. Das Buch scheint wirklich sehr gut zu sein, wenn du selbst so einen Elan für neue Gewohnheiten hast!
    Mir fällt es richtig schwer, neue Gewohnheiten einzuhalten. Wir haben ja schon öfters mal über Snacks undso gesprochen ne, und mir geht es ebenso, dass ich nicht aufhören kann (und will), wenn ich einmal angefangen habe. So ist das auch schon fast beim Sport. Allerdings fällt mir das Aufraffen, für irgendeine Tätigkeit so unglaublich schwer...das hat zwar einerseits mit meiner Schilddrüsenunterfunktion zu tun - sagt jedenfalls meine Ärztin, deshalb fühle ich mich öfter als andere ausgelaugt - andererseits, hab ich mir auch echt angewöhnt, dann Dinge sein zu lassen. Derzeit bin ich dabei, das etwas - ein kleiner Schritt nach dem anderen - zu ändern. Wie du ja merkst, kommentiere ich schon wieder bei ganz vielen verschiedenen Leuten und Posts. Sogar ein bisschen mehr Bloggen schaffe ich wieder! Noch dazu, schreibe ich mittlerweile ab und zu Tagebuch, da es einfach gut tut.
    Fortschritte gibt es immer. Genauso wie man selbst nie ganz zufrieden ist mit seinen (schlechten oder auch guten) Gewohnheiten. Der Mensch ist zwar ein Gewohnheitstier, ja, aber er (beziehungsweise sie =D) verändert sich andauernd. Insofern diese Balance zwischen Gewohnheit und Veränderung zu halten, das finde ich genauso schwer, wie neue Gewohnheiten mir anzugewöhnen.
    Also echt ein schöner Post, hat mir gefallen, deine Vorsätze bissel mehr mir vorstellen zu können ;) Schlafen gehen muss ich auch endlich mal lernen *seufz* wenigstens schlaf ich nicht mehr erst um 2 ein, sondern "schon" um 12. Kleine Schritte undso.
    ♥ Ley
    P.S.: Nicht wundern, bins immernoch, nur anderes Profilbild^^

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  3. Ahhh und noch was! Finde das toll, mit dem Einplanen in der Früh! Nur wie machst du das mit dem Essen mit deinen Eltern? Isst du dann immer was anderes als sie? Im Grunde finde ich die Idee aber total super, planen in der Früh könnte richtig nützlich sein!

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  4. Hi.
    Ein toller Post.
    Bei dem Wasser konnte ich nur nicken. Ich habe auch vor etwa einem halben Jahr beschlossen, dass Wasser trinken zu meinem morgendlichen Ritual gehört. Immerhin brauch der Mensch viel Wasser und es ist einfach erfrischend, morgens schon mit Wasser in den Tag zu starten, bevor man überhaupt etwas anderes macht - der Körper danke es einem (:
    Und auch das Sport machen gehört dazu. Ich persönlich muss nicht jeden Tag meinen regelmäßigen Trainingsplan haben. Aber ich merke schnell, ob ich ausgelastet bin oder ob ich einfach den Drang habe mich noch etwas zu verausgaben. Dann schmeiß ich mich in meine Radkleidung, schnappe mir mein Cross-Rad und reiße ein paar Kilometers ab. Danach fühlt man sich wunderbar ausgelastet, ein herrliches Gefühl.
    Ach ja und auf Snacks verzichten - no way, das kommt mir nicht in die Tüte, dafür snake ich viel zu gerne :D
    Grüße, Jani

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  5. So Vorsätze habe ich immer und wenn ich wieder tagelang nur vor mich hingegammelt habe, nehme ich mir auch immer wieder vor, meinen Tag besser zu planen. Ernährung ist dabei eigentlich nie so ein Punkt für mich, aber ich möchte zumindest über die Sommerferien wieder regelmäßig Sport machen. Ende letzten Jahres bis ungefähr Anfang Mai diesen Jahres habe ich so oft, fast täglich, Sport gemacht, was mir im Moment aber auch irgendwie nicht möglich ist. Ich bin im Sommer ein Morgenduscher und da habe ich einfach vorher keine Zeit für den Sport, deshalb möchte ich meine Sommerferien wieder dafür nutzen. Es gibt doch keinen perfekteren Start in den Morgen als eine Runde zu laufen, zu duschen und dann mit einem schönen Frühstück gemütlich in den Tag zu starten. In den sechs Wochen möchte ich mir einfach Zeit für mich nehmen und mehr auf mich achten und sobald es draußen wieder grau und nass wird und ich wieder abends duschen gehen muss, pendelt sich das mit dem Sport sowieso wieder von alleine ein.
    Ein Punkt der für mich auch ganz wichtig ist, sind Nachrichten! Da stimme ich dir zu. Insbesondere in diesem Jahr habe ich in der Schule oder generell in Gesprächen gemerkt, wie wenig ich eigentlich von der Welt so mitbekomme. Klar kenne ich das coole neue Youtubevideo von gestern schon und weiß auch Wer - mit - Wem, aber von politischen Themen oder so habe ich keine Ahnung. Deswegen habe ich jetzt die Handelsblattapp auf dem Handy und möchte in den Sommerferien anfangen, darin regelmäßig zu lesen. Zum Einen interessiert es mich natürlich und ist eine gute Gelegenheit weil ich öfter auf mein Handy als in den Fernsehbildschirm schaue und andererseits brauche ich die App und das Wissen auch für meinen Wirtschafts - LK.

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