Reviewshake: Wenige Worte zu den Yay und Nays der letzten Zeit

Falls die Bloggerwelt mal nur aus Rezensionen bestand, dann ist das jetzt definitiv nicht mehr so. Hinter langen Rezensionen steckt viel Arbeit, Liebe und auch auch genauso viel Zeit für den Leser, die dieser oftmals gar nicht hat. Meine Meinung zu dem Thema lautet also: Rezensionen sind super, können gut geschrieben fast genauso schön zu lesen sein wie ein Roman, sind aber nichts von dem man sich überhäufen lassen kann. Deshalb gibt es ab sofort neben den stinknormalen und ausführlichen Rezensionen und den gekürzten "Shorties" jetzt auch die "Rezensionsshakes" - Posts mit kurzgehaltenen Em- und Entpfehlungen zu verschiedenen Büchern. Get into it!

"Wie Monde so silbern" von Marissa Meyer
Was sich am Anfang vielleicht noch sehr ungewohnt und seltsam anfühlt, entpuppt sich dann zu einer wunderbaren Mischung aus Science Fiction, Dystopie und Märchen. Cinder ist eine Aschenputtel so viel authentischer, ausgeklügelter und tiefsinniger als ihre Vorlage und so perfekt in eine futuristische Welt eingefügt, dass Märchen einem gar nicht mehr so weltfremd erscheinen. Auch die sich langsam entwickelnde Liebesgeschichte kann überzeugen, während sich im Hintergrund ein noch viel größerer Konflikt zwischen Erde und dem Königreich Luna anbahnt. Es bleibt die ganze Zeit spannend und überraschende Wendungen reißen den Leser immer wieder aus der Bahn, am meisten dann der plötzlich endende Cliffhanger.
Leseempfehlung? JA!

"Wie Blut so rot" von Marissa Meyer
Während Cinder sich mit ihrer Problemenwelt auseinandersetzen muss, wird auch Scarlets Leben auf den Kopf gestellt, als ihre Großmutter verschwindet. Im zweiten Band lernen wir die modernere Version von "Rotkäppchen" kennen, die wieder mit Ecken und Kanten und einem dreidimensionalen Charakter überzeugen kann. Scarlet weist schon Merkmale von der Märchenfigur auf, allerdings passt sie auch hier viel besser in unsere Welt und ist somit eine Protagonistin mit der man sich identifizieren kann. Als absolutes Highlight kristallisiert sich ihr männlicher Gegenpart Wolf heraus, der mysteriöser, aber auch interessanter nicht sein könnte. Hier spielt die Autorin sehr viel mit dem Wissen aus dem Originalwissen: Kann man Wolf trauen?  Gleichzeitig wird auch der große Bandübergreifende Konflikt des anstehenden Krieges mit dem Königreich des Mondes immer deutlicher und dem Leser wird immer klarer, wie kompliziert das Geflecht dieser Geschichte ist.
Leseempfehlung? Auf jeden Fall! 

"Biss zum ersten Sonnenstrahl" von Stephanie Meyer
Recht interessant schildert Stephanie Meyer eine Storyline ihrer Trilogie aus der Perspektive von Victorias "böser" Armee aus Neugeborenen. Auch wenn das Lesen der Twilight-Bücher ziemlich lange her ist, fällt das Einlesen leicht und die Grundbegriffe fallen in einem nützlichen Kontext, sodass man immer sofort weiß, worüber hier gesprochen wird. Auch macht es Spaß, den Cullen-Clan mal von außen zu betrachten und Bree ist da als Protagonistin wegen ihrer Ruhe und Nachdenklichkeit ziemlich gut geeignet. Jedoch zieht sich die Geschichte trotz seiner Kürze ziemlich und findet ein zwar vorabsehbares, aber dennoch trauriges Ende.
Leseempfehlung? Nicht unbedingt.

"Eine wie Alaska" von John Green
Einige lieben John Green, einige hassen ihn... und ich? Ich will seine Bücher lieben, verliere aber immer den Anschluss und verfalle bei dieser zynisch-humorvollen und melancholischen Atmosphäre immer in Pseudodepressionen. Fakt ist: John Green lügt ihn seinen Büchern nicht: Jugendliche rauchen, trinken und kiffen nur weil andere es tun, ohne dass sie es wollen und sie sind launisch, seltsam, eigenartig. Sie verlieben sich in die Menschen, die am wenigsten zu ihnen passen, aber lieben diese wegen genau den Gründen, die sie eigentlich dazu bringen sie zu hassen. All diese widersprüchlichen Wahrheiten überfluten hier den Leser und stürzen ihn in eine Verfassung, in der man der Welt plötzlich misstrauisch entgegenblickt. Trotz des (oftmals kraftlosen, bitteren) Humors, ist "Eine wie Alaska" eine getarnte Tragödie - so seh ich das. Wie ich das finde? Dazu fehlen mir leider die Worte.
Leseempfehlung? Als John Green Fan, ja. Sonst nicht.

 Wie gefällt euch dieses Format? Wie steht ihr zu den erwähnten Büchern?
Kommentare on "Reviewshake: Wenige Worte zu den Yay und Nays der letzten Zeit"
  1. Mir gefällt das Format sehr gut, schafft auf jeden Fall einen guten Überblick :)
    Wie Monde so silbern möchte ich unbedingt lesen :)

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    1. Danke :) ja und wenn man gaaar keine Zeit hat kann man auch nur das "Lesempfehlung?" lesen :)

      Ja tu das ! Ist echt ein gutes Buch!

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  2. Sehr cooler Titel auf jeden Fall, gefällt mir c:
    Looking for Alaskahab ich auch noch im Regal stehen und wie Monde so Silber aufm IPad, muss ich beides noch lesen..

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    1. Hihi das freut mich :} war nämlich ziemlich spontan!
      Letzteres sofort :)))

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  3. Ich finde die Idee auch echt gut. Meine Rezensionen halte ich auch lieber relativ kurz.
    "Wie Monde so silbern" und "Wie Blut so rot" habe ich leider noch nicht gelesen, möchte es aber unbedingt noch machen. "Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl" hat mich irgendwie nie interessiert, obwohl ich die Reihe echt mochte.
    Und "Eine für Alaska" habe ich auf Englisch gelesen und das hat mir auch gut gefallen, aber auch nicht so übermäßig.

    Liebe Grüße :)

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    1. Hehe ging mir auch so - fand Bree nie so cool in Eclipse aber hatte es auf dem Kindle und im Urlaub kein WLAN :D

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  4. Die Idee mit den Rezensionsshakes find ich super. :) Wirklich schöne Idee.
    Wie du glaub ich mittlerweile weißt, liebe ich die Luna-Chroniken und mit Büchern von John Green kann ich überhaupt nichts anfangen...
    Bis zum ersten Sonnenstrahl fand ich auch okay für zwischendurch.
    lg Callie

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    1. Daaaanke :))))
      Wow wir sind eine Bücherseele in zwei Körpern! :D

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  5. Ich wollte dir nur kurz da lassen, dass mir diese Art von Posts auch sehr gut gefällt. Schnell mal drüberlesen oder wenns gaaanz schnell gehen soll, nur die letzte Zeile mit der Leseempfehlung - find ich sehr gut, bitte beibehalten.
    Wie Monde so silber will ich irgendwie gaaar nicht lesen, dieses Sci-Fi-Zeug mit dem Weltall und alles, das ist einfach so gar, gar nicht Meins. Oft hab ich schon gehört dass John Greens Romane sich alle sehr ähneln sollen, der Aufbau und die Charakter ...

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    1. Danke für das Feedback :}

      Ich kann dir sagen, dass ich auch nie Sci-Fi lese - und auch bekannte Filme nicht so gerne mochte. Aber das ist echt etwas anders... Man kann es nicht als eine Dystopie bezeichnen aber es ist auf keinen Fall wie "Starwars" oder so :D

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  6. Hiermit unterschreibe ich deine Worte zu John Green. Er hat es ja irgendwie drauf, und es gibt vieeeele vieeeele Leser/innen, die ihn bewundern, aber ehrlich gesagt, so ganz trifft er meinen Nerv leider nie :/

    Die Idee mit den Rezensionsshakes finde ich klasse. Wir sind auch schon zu "Kurz Gesagt"s oder Schnelldurchgängen übergegangen, weil wir entweder zu Büchern nicht so viel sagen können/wollen, oder mal einfach grad' die Luft raus ist. So meterlange Rezis kann ich eh nicht mehr lesen. Die verraten auch meist zu viel :/

    Ich finde deinen Blog übrigens sehr ästhetisch. Bin froh darüber gestolpert zu sein ;)

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    1. Puh gut dass ich da nicht die Einzige bin... ich finde das Gefühl beim Lesen einfach sehr beklemmend :(

      Danke:) Auch wenn ich auch gerne mal lange Rezis lese/schreibe, musste das mal sein - zu viele unrezensierte Bücher :D

      Ahhh, das freut mich!!! ♥ Bin froh dich als neuen Leser heir zu haben♥

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