[REZENSION] The Fault in Our Stars

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 Diagnosed with Stage IV thyroid cancer at 13, Hazel was prepared to die until, at 14, a medical miracle shrunk the tumours in her lungs... for now.
Two years post-miracle, sixteen-year-old Hazel is post-everything else, too; post-high school, post-friends and post-normalcy. And even though she could live for a long time (whatever that means), Hazel lives tethered to an oxygen tank, the tumours tenuously kept at bay with a constant chemical assault.
Enter Augustus Waters. A match made at cancer kid support group, Augustus is gorgeous, in remission, and shockingly to her, interested in Hazel. Being with Augustus is both an unexpected destination and a long-needed journey, pushing Hazel to re-examine how sickness and health, life and death, will define her and the legacy that everyone leaves behind.

 Later in the winter of my seventeenth year, my mother decided I was depressed, presumably because I rarely left the house, spent quite a lot of time in bed, read the same book over and over, ate infrequently, and devoted quite a bit of my abundant free time to thinking about death. Whenever you read a cancer booklet or website or whatever, they always list depression among the side effects of cancer. But, in fact, depression is not a side effect of cancer. Depression is a side effect of dying.

 
Weil Hazel Graces Mutter nicht will, dass sie nur zu Hause rumhockt und Americas Next Topmodel guckt, schickt sie ihre Tochter zu einer Selbsthilfegruppe. Auch wenn Hazel der Meinung ist, dass Depressionen und das Zurückziehen nur eine Nebenwirkung vom Sterben sind, tut sie es für ihre Mutter. Dort lernt sie den vom Krebs geheilten Augustus Waters kennen, der nur seinen Freund Isaac, der Augenkrebs hat, zu der Selbsthilfegruppe begleitet. Durch Augustus', auch Gus genannt, extrovertierte Art lädt er sie nach einem Gespräch zu einem Film zu sich nach Hause ein. Daraufhin empfehlen sie sich gegenseitig Bücher: Hazel liest "Prince of Dawn" und Augustus "An Imperial Affliction" von Peter van Houten. Nach ein paar Tagen tauschen beide ihre Impressionen, Wünsche und Gedanken zu letzterem Buch aus und wie es eine Liebesgeschichte will, verlieben sich die beiden ineinander.

Aber wer an dieser Stelle denkt, er wäre mit "The Faul in our Stars" auf ein kitschiges auf Herzklopfen und Schmetterlingen im Bauch basierendes Buch gestoßen, der täuscht sich gewaltig. Irgendwo ist der eine oder der andere von euch bestimmt auf eine Rezension zu John Greens Roman gestoßen. Falls ihr also einmal mal eine schlechte Meinung zu dem Buch lesen wollt, dann seit ihr hier falsch. Auch mich hat dieses Krebsbuch, was dann doch irgendwie anders ist, in seinen Bann gezogen und an einen völlig anderen Ort, in ein völlig anderes Leben katapultiert. Und dieser Einblick war es auf jeden Fall wert. John Green macht Hazel als Protagonistin sehr dreidimensional, echt und greifbar und spricht durch ihren Mund Dinge aus, die so sehr der Wahrheit entsprechen, dass es den Leser oft kränkt. Auch wenn sie zunächst etwas verbittert erscheinen mag, ist Hazel eine sehr liebenswürdiges und intelligentes Mädchen, das mir durch ihre Gedanken für viele Bereiche des Lebens die Augen geöffnet hat. Als anderer sehr präsenter Protagonist erzählt auch Augustus Waters auf seine sympathische, humorvolle und ehrliche Art und Weise von seinen Metaphern, die in quasi durchs Leben begleiten. Denn wenn das Buch von bestimmten Dingen geprägt ist, dann von Symbolen und Ehrlichkeit.

Die Beziehung zwischen Augustus und Hazel ist leise und langsam. Sie entwickelt sich realistisch im Laufe der ersten Hälfte des Buches und ist, -geschmückt von dem Buch, was sie zusammen bringt, und einer Reise-, der Hauptkern der Storyline. Was sie aber vorallem ist: Ehrlich. John Greens Worte sind ehrlich, Isaacs Wut ist ehrlich und auch die Tränen, die wohl (fast) jeder im Laufe vergießt auch. Meiner Meinung nach steckt darin die Schönheit in John Greens Werk: Während alle erwarten, dass alles glatt läuft, passiert das eben nicht - wie auch im wahren, echten Leben. Hazels Geschichte ist dann letztendlich doch die ihrer Lieblingsprotagonistin Anna aus "An Imperial Affliction", was "The Fault in Our Stars" das I-Pünktchen verpasst: Das Buch-Im-Buch-Phänomen passt perfekt in den Rest der Handlung, da es um eine Geschichte geht, die für Augustus und Anna Hazel sehr persönlich ist. Wiederum berührte mich "The Fault in our Stars" so sehr, dass es sich anfühlte, als hätte "An Imperial Affliction" auch für mich eine tiefe Bedeutung. Das ist genau das, was für mich dieses Buch zu dem macht, was es ist.


 Letzteres trifft in meinem Fall auf "The Fault in Our Stars" zu. Es fühlt sich wie ein Stück von mir selbst an. Als wenn ich Hazel Grace Lancaster und Augustus Waters bereits sehr gut kennen würde, nur schon seit längerer Zeit nicht gesehen hätte. Als wenn ich sie am Oranjee in Amsterdam treffen könnte, wenn ich auch mal dahinfahren würde. John Greens geschaffene Welt ist die gleiche in der auch seine Leser leben. 

 John Michael Green wurde am 24. August 1977 in Indianapolis, Indiana geboren. Bekannt wurde er durch
den Videoblog, den er zusammen mit seinem Bruder Hank Green betreibt. Mittlerweile zählt es zu den 100 meistgesehenen auf YouTube. Green wuchs in Orlando, Florida auf, besuchte die Indian Springs Schools in Birmingham, Alabama und studierte anschließend Englisch und Vergleichende Religionswissenschaften am Kenyon College Ohio. Sein erstes Berufsziel war Pastor, welches er nach nach einschneidenden Erfahrungen als Kaplan in einem Kinderkrankenhaus verwarf. Sein Debütroman »Eine wie Alaska« wurde international ausgezeichnet, u.a. mit dem »Michael L. Printz Award« für besonderes Verdienste um die Jugendliteratur. Die deutsche Ausgabe war 2008 gleich zweimal für den »Jugendliteraturpreis« nominiert. Im Juli 2012 erscheint sein aktueller Roman auf dem deutschsprachigen Buchmarkt unter dem Titel "Das Schicksal ist ein mieser Verräter".
Kommentare on "[REZENSION] The Fault in Our Stars"
  1. Ohhh jjaaaaa, das Buch war einfach nur der Hammer!
    Du hast sooo recht, auch wenn es kitschig klingt, nachdem ich das Buch beendet hatte, dachte ich mir würde ein stück meines herzen rausgerissen werden... Ich hab sooo geheult :D herje, gleich fang ich wieder an ...*schluchz*
    Tolle Rezi !!!
    LG Anna

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    1. Danke! :)
      Ja es ist wirklich krass, was das Buch mit einem macht. :)

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  2. Es ist bei mir jetzt schon eine weile her, seit ich "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" gelesen habe - aber ich denke noch immer sehr sehr oft daran! Selten eine Geschichte gelesen, die mich so be- und gerührt hat! Ich möchte gerade schon wieder fast losheulen ...^^
    Mich würde wirklich mal interessieren, was aus Isaac geworden ist :)
    Klasse geschriebene Rezension!
    Grüßchen, Blackcat

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    1. Ja, mich interessiert es auch! Das Buch ist genauso wie "An Imperial Affliction": Man erfährt nicht, was aus dem Rest wird, es ist einfach vorbei... wie auch das Leben.

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  3. Das Buch ist wirklich einfach krass, kann man einfach so sagen. Nicht jedes Buch rührt mich zu Tränen, dieses schon, es hat mich nicht nur gerührt, sondern richtig zum weinen gebracht.
    So haben das bis jetzt nur "Bevor ich falle" von Lilly Lindner und "Bevor ich sterbe" von Jenny Downham geschafft.

    Bis jetzt habe ich nur das Buch von John Green gelesen, aber irgendwie (ich weiß wirklich nicht genau warum) ist er mich richtig sympathisch!
    Ich MUSS einfach "Eine wie Alaska" von ihm lesen...

    Liebe Grüße
    Rubin:)

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    1. Ich heule da viel öfter bei Büchern, aber ich glaube sogar die 'harten' Leser weinen bei diesem Buch :)

      Bei mir ist es genauso. "Eine wie Alaska" muss gelesen werden!

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