[REZENSION] Seelen

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 Planet Erde, irgendwann in der Zukunft. Fast die gesamte Menschheit ist von sogenannten Seelen besetzt. Diese nisten sich in die menschlichen Körper ein und übernehmen sie vollständig. Nur wenige Menschen leisten noch Widerstand und überleben in den Bergen, Wüsten und Wäldern. Eine von ihnen ist Melanie. Als sie schliesslich doch gefasst wird, wehrt sie sich mit aller Kraft dagegen, aus ihrem Körper verdrängt zu werden und teilt ihn fortan notgedrungen mit der Seele Wanda. Verzweifelt kämpft sie darum, ihren Geliebten Jared wiederzufinden, der sich mit anderen Rebellen in der Wüste versteckt hält und im Bann von Melanies leidenschaftlichen Gefühlen und Erinnerungen sehnt sich auch Wanda mehr und mehr nach Jared, den sie nie getroffen hat. Bis sie sich in Ian verliebt ...[via Carlsen]

 Der Heiler hieß Fords Deep Waters. 
Wie alle Seelen war er von Natur aus gut: mitfühlend, geduldig, ehrlich, anständig, und liebevoll. Nervösität war ungewöhnlich für Fords Deep Waters,

US-Cover
 Die Seele Wanda muss sich nach der Implantation in den Körper von Melanie Stryder eins schockiert feststellen: Melanie existiert noch in ihrem Kopf und hat sich nicht -wie die meisten anderen Wirtskörper- vollständig verdrängen lassen. Während sie sich ihren normalen Aufgaben auf der Erde widmet muss sie verzweifelt feststellen, dass Melanie immer stärker zu werden scheint. Als Melanie ihr dann schließlich Erinnerungen an ihre Familie zeigt müsste Wanda diese Informationen eigentlich den Suchern mitteilen, um auch in diese Menschen eine Seele zu implantieren. Doch Wanda ist so sehr von Melanies Emotionen und Bildern überwältigt, dass auch sie anfangt ihren Freund Jared und ihren kleinen Bruder Jamie, zu lieben. 

Und so brechen Melanie und Wanda auf, um die beiden zu finden. Doch im Versteck von Melanies Onkel Jeb, reagieren die noch übrigen Menschen mit Abscheu gegenüber der Seele und ahnen nicht, dass Melanie sich noch immer in ihrem Körper befindet. Warum lässt Jeb Wanda also am Leben?

Seelen von Stephanie Meyer wurde mir bis jetzt von allen Seiten empfohlen und hochgelobt, sodass ich es kaum erwarten konnte, auch in die Geschichte des Science-Fiction Romans einzutauchen. 
Wie es so kommt, habe auch ich mich schließlich auch in dieses Buch verliebt:


Der Anfang ist sehr kompliziert und verwirrend. Die Handlung nimmt von der ersten Seite an ihren Lauf und dem Leser werden keine Erklärungen oder andere Verschnaufpausen geboten, was wirklich gegen meine Erwartungen sprach, da Seelen mit seinen 860 ein richtiger Schmöker ist. So wurden dem Leser mit jeder Seite immer mehr Fragezeichen, aber auch immer mehr Neugier aufgedrängt. Nach 200 Seiten jedoch, war ich vollkommen in der Welt von Seelen gefangen und erkannte das riesige Potential des Sci-Fi Romans.

Stephanie Meyers Schreibstil ist wie auch in Twilight ein sehr detaillierter. Er dient nicht nur als Mittel zum Zweck, sondern besitzt selber einen zwar ruhigen aber sehr ausdrucksstarken Rhytmus, der sehr gut zu der Ich-Form passt. Ich glaube ich übertreibe nicht wenn ich sage, dass dieser Schreibstil die gute Umsetzung überhaupt möglich gemacht hat. Die Gedanken von zwei Personen in nur einem Körper so übersichtlich und verständlich darzustellen, gelingt wahrscheinlich nur wenigen Autoren.

Genauso ist auch die Entwicklung der Beziehung zwischen Wanda und Melanie verständlich und rührend. Dabei sind die beiden sehr unterschiedlich: Melanie ist wie ein loderndes Feuer: Stark, Temperamentvoll, bereit zu kämpfen und tapfer. Wanda hingegen ist eine sanfte Seele, die Gewalt verabscheut und deren charakteristischste Eigenschaft wohl ihre Selbstlosigkeit ist. Dennoch sind die beiden unzertrennlich wie ein Herz und eine Seele und ein gutes Beispiel dafür wie nah Tapferkeit und Selbstlosigkeit beieinander liegen, wenn der Ursprung Liebe ist. Denn "Seelen" sprüht nur so vor Liebe. Ob es die bedingungslose Liebe zwischen Melanie und Jared, die unerwiderte von Wanda an Jared, die Sorge um Jamie oder auch Wanda und Ians aufkeimende Gefühle sind, Stephanie Meyer hat auch hier nicht vergessen noch einmal in die Kitschkiste zu greifen. Gestört hat es mich aber ganz und gar nicht, da mich all diese emotionalen Momente mehrmals zu Tränen gerührt haben. Freunde von Action, könnnen sich mit Seelen aber auch angesprochen fühlen, auch wenn Emotionen in der Handlung eindeutig die Oberhand gewinnen.
Taschenbuchausgabe November 2011

In unerwarteten, emotionalen Momenten kristallisieren sich Sympathieträger oder auch Antipathieträger heraus, ändern sich im Laufe der Handlung durch Ereignisse aber immer wieder. Zum Schluss waren meine "Lieblinge" in "Seelen" eindeutig Jared und Melanie, auch wenn ich Wanda, Kyle, Ian, Jamie und Walter auch sehr lieb gewonnen habe. Nach der vielen Stunden, die man mit "Seelen" verbringt, ist es wohl kein Wunder, dass es noch lange im Gedächnis bleiben wird. Ich bin mir sicher, auch in meinem.

Fazit: Seelen ist ein Roman fürs Herz. Auf einer langen Reise begegnet der Leser mächtigen Emotionen und viel Spannung. Dabei bietet Stephanie Meyer eine bunte Palette an Persönlichkeiten und Gefühlen mit zwei Protagonistinnen, die man nicht so schnell vergisst. Auch Freunde von Action, brauchen nicht vor dem Kitsch zurückzuschrecken, da auch sie in "Seelen" auf ihre Kosten kommen werden.

Kommentare on "[REZENSION] Seelen"
  1. Auf diese Rezension von dir habe ich schon gewartet. Und ich bin überhaupt nicht überrascht, dass es dir genausoo super gefällt wie mir und wahrscheinlich all den anderen, die es gelesen haben :D Das Buch ist einfach unschlagbar, ich könnte es immer wieder und wieder lesen.

    Liebe Grüße. Jani
    http://janis-allerlei.blogspot.de/

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  2. Jaaaaaaaaa die Rezi ist da!!! Ich habe mich total gefreut als sie da war. Sie ist dir wirklich gut gelungen. Aber in einer Sache bi ich anderer Meinung. Klar mag ich die Hauptdarsteller (obwohl man am Anfang erstmal mit dem aggressiven Jared klarkommen muss), aber meine Lieblinge sind Jamie und Jeb.

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