[VERBANNT-WOCHE] Tag 3: Interview mit Kira Gembri


HERZLICH WILLKOMMEN ZUM 3. TAG DER VERBANNT-WOCHE AUF STORIES DREAMS BOOKS! *lach*

GENAU, eeeendlich ist das Interview dran! :)
Mehr brauch ich dazu nicht zu sagen, aber lasst mich wissen, wie ihr es findet! ♥

Kira Gembri: Bist du so lieb und stellst dich einmal kurz vor? Wie alt bist du, seit wann schreibst du und was machst du hauptberuflich oder in deiner Freizeit?
Cityrella: Ich bin 26 Jahre alt und lebe in einer wunderschönen Stadt voller herrlich miesgelaunter Menschen: in Wien. Was ich in meiner Freizeit, beruflich und für mein Studium mache, ist eigentlich immer dasselbe: Lesen und Schreiben! Wobei mir die Entscheidung, ob ich lieber wissenschaftliche Aufsätze oder Geschichten über paranormale, verboten gutaussehende Jungs verfasse, merkwürdig leicht fällt … ;) Ich schreibe schon seit meinem fünften Lebensjahr eigene (und am Anfang natürlich mehr oder weniger unlesbare) Texte, doch „Verbannt“ ist erst mein zweiter kompletter Roman und der allererste, den nicht nur meine besten Freundinnen zu Gesicht bekommen haben.

Verbannt hast du selber veröffentlicht. Hattest du dich vorher an einen Verlag gewendet oder hast du ihn sofort selbst veröffentlicht? Wenn ja, warum?
Ich habe während der Arbeit an „Verbannt“ viele Erfahrungsberichte von Schriftstellern gelesen, die sich an Verlage herangewagt haben und mit jahrelangen Wartezeiten und unzählige Ablehnungen zu kämpfen hatten. Darum hatte ich eine große Scheu davor, diesen Weg zu gehen, und als „Verbannt“ fertig korrigiert vor mir lag, wollte ich außerdem vor allen Dingen eins: es sofort (sofortsofortsofort!) herausbringen und erfahren, was die Leser davon halten. Geduld ist leider nicht meine allergrößte Stärke ;) Dann habe ich von der Möglichkeit erfahren, Bücher selbstständig über Amazon zu veröffentlichen, und das hat mich so neugierig gemacht, dass ich es unbedingt auch ausprobieren wollte. Natürlich bedeutet es jede Menge Arbeit, sich selbstständig um alles zu kümmern, aber es ist auch eine sehr interessante Erfahrung.

Willst du dich denn mit weiteren Projekten an einen Verlag wenden?
Im Moment bin ich mit meinem Selfpublisher-Dasein zwar zufrieden, aber der Traum von einem Verlagsvertrag ist immer noch da … und man sagt ja auch, dass der Mensch im Alter geduldiger wird ;) Also nehme ich das irgendwann bestimmt in Angriff!

Stimmt es dass Kira Gembri dein so etwas wie dein Künstlername ist? Wenn ja, warum hast du deinen Roman nicht mit deinem richtigen Namen veröffentlicht?
Ja, „Gembri“ ist ein Fantasiewort, das ich mir als kleines Kind mal ausgedacht habe. Viele meiner Freunde wissen, wer hinter dem Pseudonym steckt, aber ich finde es doch gut, dass ich auf diese Weise mein Alltagsleben und mein „Schriftstellerleben“ ein bisschen voneinander getrennt halten kann. Außerdem habe ich einige meiner männlichen Bekannten und vor allem meinen fiesen großen Bruder zu oft über „Twilight“ im Besonderen und romantische Fantasy im Allgemeinen spotten gehört (Banausen!), als dass ich ihnen mit meinem Roman eine Steilvorlage liefern möchte :D

In deinem Roman "Verbannt zwischen Schatten und Licht erwähnst du oft Literaturklassiker. Was liest du gerne und welche Schriftsteller bevorzugst du?
Für mein Studium muss ich viele Literaturklassiker lesen, wobei sich schon manches Mal eine lästige Pflichtlektüre als richtiges Lesevergnügen entpuppt hat. Die meisten Bücher, mit denen sich Lily und Rasmus beschäftigen, mag ich selbst sehr gerne: Gustave Flauberts „Madame Bovary“, Victor Hugos „Der Glöckner von Notre-Dame“, „1984“ von George Orwell, „Das Parfum“ von Patrick Süskind usw. Außerdem bin ich ein ähnlich großer Jane-Austen-Fan wie Lily. In meiner Freizeit lese ich aber am allerliebsten Dystopien wie „Die Tribute von Panem“ oder „Die Bestimmung“ und natürlich romantische Fantasy (ich bin übrigens genau wie du bekennender Jace-Fan!!).

Wie und wo bist du auf die Idee für Verbannt zwischen Schatten und Licht gekommen?
Das kann ich leider beim besten Willen nicht beantworten. Meine Einfälle kommen mir immer in ganz banalen Situationen, zum Beispiel beim Zähneputzen, beim Geschirrspülen, beim Haareföhnen … immer dann, wenn ich meine Gedanken einfach so wandern lasse. Plötzlich war die Idee von einem Jungen da, der nicht – wie z.B. in „Twilight“ – zu gefährlich für das Mädchen ist, in das er sich verliebt hat, sondern eine ganz andere Art von Konflikt überwinden muss. Danach fügte sich eins zum anderen, und wenige Tage später hatte ich das grobe Handlungsgerüst erstellt.

Und wie lange hast du dann an deinem Debüt gearbeitet bis du es dann schließlich veröffentlicht hast?
Ich habe das Buch vor zwei Jahren angefangen zu schreiben, und nach etwa neun Monaten war die erste Fassung fertig. Danach folgte aber erst mal die unglaublich mühsame Korrekturarbeit, die mich dazu gebracht hat, das Manuskript zwischenzeitlich immer wieder wochenlang ruhen zu lassen; deshalb hat es vom fieberhaften Tippen des ersten Satzes bis zur Veröffentlichung doch so lange gedauert.

Welche ist deine Lieblingsfigur in Verbannt? Und mit welcher kannst du dich am Bestenindentifizieren? Hast du dir denn bei deinen Figuren wie bei Lily oder Rasmus Menschen aus deinem Umfeld zum Vorbild genommen oder sind sie vollkommen frei erfunden?
Du hast es wahrscheinlich schon geahnt: In der bücherliebenden Ich-Erzählerin Lily steckt ganz viel von mir. Das betrifft unter anderem ihren Hang zum Pechvogel: Natürlich ist ihre Ungeschicklichkeit auch durch den Verlauf der Handlung bestimmt, aber ich habe selbst schon viele Situationen erlebt, in denen ich einfach nur im Erdboden versinken wollte.
Meine Lieblingsfigur ist allerdings die Nervensäge Jinxy. Auch sie ist einer real existierenden Person nachempfunden, die sich mit ausgeklügelten Spickzetteln durch ihre gesamte Schulzeit schummeln konnte, ihre Mitmenschen immer wieder auf die Palme bringt und dabei doch das Zeug zur besten Freundin hat. Und Rasmus … hach, den kenne ich bisher leider nur aus meinen Tagträumen :D

Und was ist mit den Orten in deinem Roman, wie z.B. dem Steinbruch? Sind sie auch frei erfunden oder hast du dir da bekannte Orte als Vorbild genommen?
Mit meiner Familie habe ich im Urlaub mal vor Jahren einen riesigen Steinbruch besucht, aber meine Erinnerungen daran sind schon sehr verblasst. Deshalb habe ich nach ein paar Bildern gegooglet, an denen ich mich beim Schreiben orientieren konnte (z.B.: http://kurzlink.de/steinbruch). Was allerdings die Galilei High betrifft, so habe ich sie ganz und gar nach dem Vorbild des Gymnasiums gestaltet, das ich selbst besucht habe – dort haben die Säulen, der Efeu und die Buntglasfenster wirklich für ein wunderbares Hogwarts-Feeling gesorgt!

Bekommen wir denn noch mehr über Rasmus und Lily zu lesen?
Aus heutiger Sicht wird es wahrscheinlich keinen zweiten Teil geben. Ich hatte zwar schon einige Ideen dafür, aber dann ist mir klargeworden, dass es mir viel mehr Spaß machen würde, mich neuen Projekten zuzuwenden. Allerdings werden in den zukünftigen Romanen bestimmt immer wieder „lily- und rasmusartige“ Figuren auftauchen … schließlich verstecken sich hinter meinen Geschichten doch immer Fantasien von mir (der tollpatschigen Leseratte) über meinen Traumtypen :D

Es scheint als hätten du und deine Schwester ein sehr gutes Verhältnis, da sie das Cover gemacht hat und du ihr deinen Roman gewidmet hast. Wie wäre es mit einem Roman über eine enge Beziehung zwischen Schwestern?
Daran habe ich komischerweise noch gar nicht gedacht, aber es ist eine gute Idee! Was es auf jeden Fall bald geben wird, ist ein Roman von zwei Schwestern: Wir arbeiten nämlich gerade an einem gemeinsamen Projekt. Leider geht es damit nicht so schnell voran, weil wir in unseren Gesprächen immer vom Hundertsten ins Tausendste kommen; aber ich bin schon sehr gespannt, was letztendlich daraus wird.

Wo es grad um deine Schwester geht... Ich frag mich schon die ganze Zeit, wie ihr auf den "Kuss des Schwasibans" kommen konntet?:D
Jaah … diese Wortschöpfung ist auch auf dem Mist meiner Schwester gewachsen! Ich wollte ihr natürlich während des Schreibens nicht verraten, was es mit Rasmus auf sich hat – sie wusste nur, dass er definitiv kein Vampir ist. Irgendwann hat sie es dann vor Neugier nicht mehr ausgehalten und mich gefragt: „Aber er ist nicht einfach irgendein komisches Fabelwesen, das du dir selber ausgedacht hast … wie ein … Schwasiban??“ Und somit war der Arbeitstitel geboren!

Und jetzt zu meiner letzten Frage. Ich weiß dass du das absolut nicht verraten wolltest, aber jetzt wo hier eine Special-Woche rund um deinen Roman stattfindet; willst du uns nicht doch verraten was in der SMS von Rasmus steht?
Das musste ja kommen :D Aber ich glaube, der Reiz dieser Szene besteht darin, dass sich jede Leserin als SMS genau das vorstellen kann, was sie von ihrem Traumtypen insgeheim gern lesen würde … wenn auch nicht unbedingt gerade dann, wenn sie sich mit zwanzig anderen Leuten in einem Klassenzimmer befindet. Also sagen wir mal so, der Text war auf jeden Fall eindeutig zweideutig ;)

Ich bedanke mich jetzt erstmal herzlich für das tolle Interview. Ich freue mich total, dass du als Autorin bei dieser Special-Woche rund um deinen Roman dabei bist!
Willst du vielleicht noch abschließend etwas sagen?
Ja, und zwar wie toll ich es finde, dass du dich hier eine ganze Woche lang mit „Verbannt“ beschäftigen möchtest! Das ist eine große Ehre für mich und meine Protagonisten – Lily ist vor Aufregung schon ganz hibbelig, und Rasmus schenkt dir als Dankeschön ein extrabreites Grinsen!
Für ein Grinsen von Rasmus würde ich doch alles tun! :D
1 Kommentar on "[VERBANNT-WOCHE] Tag 3: Interview mit Kira Gembri"
  1. Wow, das ganze Interview ist sowohl von den Fragen als auch von den Antworten total interessant und liebevoll gemacht :)
    Da bin ich total gespannt auf das Buch (:

    Ich finde es übrigens auch toll, dass du eine Woche zu dem Buch machst, das schon ein ziemlicher Aufwand (oder? ) und total nett von dir (:

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