[REZENSION] Firelight: Brennender Kuss


 Ein gefährliches Spiel mit dem Feuer...
Er ist ihr Todfeind.
Sie ist sein Opfer.
Nichts brennt heißer als ihre Liebe.
Ich grapsche mir den Zettel und zerfetze ihn in winzig kleine Stücke, gerade als Will sich von Mr. Henke einen Erlaubnisschein geben lässt. Als er sich abwendet, um das Zimmer zu verlassen, treffen sich einen Augenblick lang unsere Blicke. Er schaut auf den kleinen Haufen von Fetzen und ein Schatten verdüstert seine Miene. Es versetzt mir einen Stich ins Herz. S.133

 Autor: Sophie Jordan
Verlag: Loewe
Seiten: 374
Erscheinung: 2010
Originaltitel: Firelight
Preis: Gebunden: 17,95€
Empfohlen: ab 13 Jahren

INHALT:
Als sie Will zum ersten Mal sieht, flieht Jacinda vor dem Jungen mit den haselnussbraunen Augen. Denn sie hat ein Geheimnis: Sie ist eine Draki, ein Mädchen, das sich in einen Drachen verwandeln kann. Nur in ihrem Rudel, hoch oben in den Bergen, glaubt sich Jacinda sicher. Sicher vor den Drachenjägern, die es auf ihre schillernde Haut und ihr purpurfarbenes Blut abgesehen haben.
Doch im Rudel braut sich Unheil zusammen. Hat es damit zu tun, dass Jacinda den gut aussehenden Cassian, den zukünftigen Leitdrachen, heiraten soll?
Ihre Mutter verschweigt ihr etwas, als sie bei Nacht und Nebel das Dorf verlassen. Todunglücklich beginnt Jacinda ein neues Leben. Da trifft sie Will wieder und Hals über Kopf verliebt sie sich in ihn. Aber ihre Liebe darf nicht sein - denn Will ist ein Drachenjäger ...

DER ERSTE SATZ:
Als ich auf den stillen See hinausblicke, weiß ich, dass es das Risiko wert ist.

MEINUNG:
Brennender Kuss ist der erste Teil der 'Firelight'-Reihe von Sophie Jordan.

Jacinda ist kein normales Mädchen, denn sie ist eine Draki. Drakis sind die Nachfahren von Drachen und haben über Jahre die Möglichkeit bekommen, sich in Menschen zu verwandeln. Ebenfalls haben sie während der Evolution besondere Gaben erhalten. Jacinda ist eine Feuerdraki, ihre Gabe ist es Feuer zu speihen. Da sie der erste Feuerdraki seit Generationen ist, behandelt sie das Rudel, bei dem sie mit ihrer Familie wohnt, mit besonderer Vorsicht. Besonders der Drakiprinz Cassian, für den sie nach dem Rudel bestimmt sein soll, lässt sich nicht aus den Augen.

 Doch diese Aufmerksamkeit, die ihr zuteil kommt, gefällt ihrer Zwillingsschwester Tamra nicht besonders. Denn Tamra hat keinen inneren Draki und kann sich deshalb nicht verwandeln und wird von den anderen Drakis komplett ignoriert. 

Als Jacinda und eine Freundin einen Ausflug machen und gegen die wichtigste Regel des Rudels verstoßen, indem sie am Tag fliegen, treffen sie auf Drachenjäger. Jacinda wird verfolgt und schließlich auch am Flügel getroffen. In letzter Sekunde kann sie sich in eine Hölle retten. Doch kurz darauf findet einer der Jäger sie. 

Gegen ihre Erwartungen verrät der Jäger sie nicht und liefert sie nicht den anderen Jägern aus. Bevor er geht, schnappt sie noch seinen Namen auf: Will.Nachdem das Rudel sie gefunden hat, sind alle, besonders Cassian und sein Vater wütend auf sie. Jacindas Mutter reist noch an diesem Abend heimlich mit ihren Töchtern ab, um Jacinda vor der Strafe, die ihr bevorsteht zu beschützen.

Im Gegensatz zu Jacinda, sind ihre Mutter und Tamra total überzeugt von dem Verlassen des Rudels. In der Wüste, wo sie jetzt wohnen hoffen die beiden Jacindas Draki zu töten, sodass sie ein gewöhnlicher Mensch wird. Es scheint, als würde der Plan langsam wirken, bis Jacinda in ihrer neuen Schule Will, den Jäger trifft und seine Begegnung ihren inneren Draki weckt. Nur mit Mühe schafft sie es sich nich zu verwandeln.

Schon so lange wollte ich 'Brennender Kuss' lesen und hatte von Anfang an hohe Erwartungen. Diese erfüllt der Roman sofort, da schon von Anfang an eine Spannung herrscht, die es dem Leser einfach nicht möglich macht das Buch aus der Hand zu legen. 

Jacinda ist eine aufregende Protagonistin. Sie ist aufgeweckt und willensstark, wie das Feuer, das in ihr lodert und versucht ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Besonders am Anfang des Umzuges überlegt sie sich ständig Möglichkeiten aus dieser 'Hölle' zu verschwinden und denkt dann aber immer auch an das Wohl ihrer Familie. 

Von Anfang an ist klar, dass sich im Laufe des Buches eine besondere (Liebes)Beziehung zwischen dem Jäger Will und der Draki Jacinda entsteht. Um diese Beziehung geht es in dem Roman dann auch hauptsächlich. Zunächst ist sie hin und hergerissen von ihrer Anziehung zu Will und der immerwährenden Gefahr in seiner Nähe, aber nach einiger Zeit kommen sie sich langsam näher.
Das Badboy-Image, welches Will am Anfang hat, verschwindet im Laufe der Geschichte langsam, bis am Ende nur wenig von dem Badboy übrig bleibt, den man am Anfang in ihm gesehen hat.

Neben den beiden Hauptpersonen erscheinen in dem Roman aber auch andere interessante Charaktere wie Wills Cousins, welche anders als er um ihr Leben gern Drachen jagen, Cassian und besonders Jacindas Zwillingsschwester Tamra und ihr sehnlichster Wunsch normal zu sein.

Da die Geschichte in einer Highschool spielt, ist die Handlung dort allgemein sehr klischeehaft. Das neue Mädchen, der heiße Junge und schließlich die beliebte Zicke die ihn haben will, aber es leider nicht kann. Doch das störte mich persönlich nicht besonders, da die ausgeprägte Grundidee der Autorin wirklich sehr spannend und schön ist.

Zuletzt habe ich doch noch eine Kleinigkeit auszusetzen. Das Hin-und Her zwischen Will und Sicherheit verwirren dann irgendwann schon, besonders weil sich viele ihrer Gedanken mehrmals wiederholen. Manchmal wirkt es so als wären Sätze, manchmal sogar Passagen nur Lückenfüller.

Fazit: Firelight: Brennender Kuss ist trotz des kleinen Kritikpunktes ein fantastisches Buch, das eine Grundspannung enthält, die es dem Leser nicht ermöglicht, mit dem Lesen aufzuhören. Ich freue mich schon wahnsinnig auf die Fortsetzung: Vanish.
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